Diabolus Umarov

Blog des Autor Diabolus Umarov

Arrival

Von: diabolusUmarov
Erstellt am: 30.07.2017

Ich muss sagen, der Film hat mich von dem ersten Moment an interessiert, wo ich davon gehört habe. Alle Zutaten, die einen Film für meinen Geschmack benötigt werden sind vorhanden. Ausserirdische, ein Erstkontakt, ein Wissenschaftlerteam, was will es mehr?`Bliebe da die Frage, wie ist die Story?

Was hat mir nicht gefallen?

Immer wieder ein beliebter Punkt bei mir!

Zu Anfang sei gesagt, Ausserirdiscge landen und anscheinend hatte kein Regierungsorgan der Welt einen Plan davon. Tarntechnologie? Was ist mit dem Eintritt in die Erdatmosphäre? Sind die ausseridischen Raumschiffe dazu in der Lage, ihre wahrscheinlich immense Geschwindigkeit so weit zu reduzieren, dass sie ohne den berühmten Effekt in die Atmosphäre eintreten zu können? Ich weiss nicht, aber das hätte man besser machen können, meiner Meinung nach.

Viele Dinge werden im Film einfach mal so hingenommen. Die Ausserirdischen haben künstliche Schwerkraft und das wird einfach so akzeptiert? Niemand will herausfinden, wie das funktioniert? Also das wage ich mal stark zu bezweifeln!

Dann tauchen die Ausserirdischen in ihrem Raumschiff auf. Getrennt nur durch so etwas wie eine Glasscheibe. Was haben die Ausserirdischen nicht? Irgendwas am Leib! Es gibt einen einfachen Grund, warum mich das so stört. Das ist in der Evolution begründet. Alle Lebewesen auf der Erde, die sich perfekt, oder nahezu perfekt angepasst haben sind gewisser Massen dumm. Ein Gepard ist schnell, eine Giraffe hat einen langen Hals, eine Schlange hat Gift usw. Die haben es gar nicht nötig, intelligent zu werden! Sie haben Waffen, herausragende Geschwindigkeit, oder Kraft, sie haben Fell, eine dickes Fettpolster usw. Warum also Intelligenz entwickeln, wenn man doch alles hat, was man braucht? Dann kommt da der Mensch. Kein Fell, keine Waffen, prinzipiell eine Lebensform, der man wenig Chancen auf Fortbestand einräumen würde. Hätten wir da nicht das, was uns angeblich von Tieren unterschiedet. Unser hoch entwickeltes Gehirn. Warum ist das hoch entwickel? Nun, es ist quasi alles was wir haben! Uns war kalt. Was haben wir gemacht? Wir haben uns ein Fell gebaut. Wir waren zu schwach, Abhilfe schafften Werkzeuge. Wir konnten mit blossen Händen kein Mammut reissen. Also bauten wir uns Waffen. Ich behaupte einfach mal, der Grund für unsere Intelligenz ist unser unterentwickelter Körper. Wären wir besser an die Umgebung angepasst gewesen, so hätten auch wir uns niemals weiterentwickelt. Zumindest nicht so, wie wir es getan haben. Nun kann man das natürlich auch auf Aliens anwenden. Wenn diese Heptopoden so an ihre Umgebung angepasst waren, dass sie ohne Kleidung überlebensfähig waren, warum haben sie Technologie entwickelt? Delphinen sagt man Intelligenz nach. Hat schon einmal jemand einen Delphin ein Vogelhaus bauen sehen? Natürlich nicht! Warum auch, er braucht es nicht! Es nutzt ihm nichts, um seine Spezies am Leben zu halten. Okay, durch ein Vogelhaus ist natürlich auch die Menschheit nicht weiter gekommen, ich will damit einfach nur sagen, hat ein Wesen keine Mankos seiner Natur gegenüber, dann wird es auch keine höhere Intelligenz entwickeln. Die Heptopoden sind nackt, für mich ein Zeichen dafür, dass da etwas nicht ganz stimmt!

Was mir als Vater dann ganz und gar nicht gefallen hat, dass tut aber der Story letzten Endes keinen Abbruch, war das Ende der Geschichte. Hier wird jetzt gespoilert, wer sich also den Film nicht verderben will, der sollte diesen Abschnitt überspringen!

Am Ende erfährt man, dass der Anfang genau genommen nach dem Ende des Films spielt. Die Tochter der Hauptdarstellerin stirbt an einer Krankheit und jene Hauptdarstellerin weiss es schon vor ihrer Geburt! Dennoch entscheidet sie sich, ihre Tochter in die Welt zu setzen und die Zeit mit ihr zu geniessen. Soweit noch so gut. Wäre es aber denn nicht möglich gewesen, da ein Happy-End einzubauen? Einen Weg, wie die Tochter schliesslich doch überlebt? Für mich als Vater wäre das ein besseres Ende gewesen! Ich bin da etwas empfindlich und behaupte auch, Kinder müssen in Filmen nicht sterben! Das sollte man weglassen, wenn man mich fragt!

Was mir gefallen hat

Das sollte eigentlich überwiegen!

Im Vergleich zu vielen anderen Filmen sind die Raumschiffe, von der Grösse abgesehen, unspektakulär. Sie sehen aus wie Muscheln, haben keine Antennen, oder sonstigen Käse, man erkennt keinen Antrieb, keine Fenster, es ist definitiv ein Raumschiff, welches man auf der Erde nicht bauen würde. Ein klarer Punkt für den Film.

Auch das Innere des Schiffes hat mir gut gefallen. Keine blinkenden Lichter, keine Displays, nichts was man mit einer irdischen Bauweise vergleichen könnte. Gefällt mir!

Der Highlight bildet jedoch die Art der Kommunikation. Das bildet auch das eigentliche Kernstück des Films. Wie redet man mit denen? Da zeigt sich dann eine ziemlich neue Form der Kommunikation. Die Ausserirdischen sind dazu in der Lage, so etwas wie Tinte zu versprühen und mit dieser Kreise zu bilden. Diese Kreise bilden die Schrift der Ausserirdischen. Sie schwebt einfach so im Raum und wenn man mich fragt, so etwas hat man bislang so noch nicht gesehen und genau das finde ich gut! Nichts da mit beschriebenen Tafeln, wo man letzten Endes nur herausfinden muss, welcher Buchstabe mit unserem Alphabet übereinstimmt. Nee, bei denen geht das anders und das ist in meinen Augen echt gut gemacht!

Ein Punkt, den ich ursprünglich auf die negative Seite setzen wollte, sind die vielen Rückblicke. Anfangs macht es den Eindruck, dass die Hauptdarstellerin immer wieder Falshbacks an ihre Vergangenheit hat. Etwas, was mich bei Signs schon schwer gestört hat. Dauernd wird die Handlung unterbrochen und es kommt etwas aus der Vergangenheit. Was natürlich dann letzten Endes zum glücklichen Ausgang der Geschichte beiträgt. Spoiler Alarm! In diesem Fall ist es aber genau anders herum! Sie hat keine Rückblicke an die Vergangenheit, sondern sieht die Zukunft! Nachdem das klar war hat es mir auf einmal gefallen! Zumal es von Anfang an nicht ganz klar war. So etwas ist auch selten, dass man von der Handlung irgendwie dann noch einmal überrascht wird. Auch wie es zum letzten Endes positiven Ausgang der Geschichte kommt wird da erklärt und ich muss sagen, gar nicht schlecht gelöst! Vielleicht etwas an den Haaren herbei gezogen, aber das ist in der Regel ja immer so. Von daher kann ich keine negative Kritik daran anmerken. Mir hat es gefallen!

Fazit

Auch wenn viele Punkte einfach komplett ignoriert werden, wenn überhaupt nicht ersichtlich ist, was die Wesen hier eigentlich wollen, man weder erfährt wo sie herkommen, oder wo sie hingehen, die Geschichte ist gut! Den Film kann man sich angucken, auf jeden Fall! Zumindest wenn man ein ähnlicher Fan dieses Genre ist, wie ich es bin. Man sollte aber keine Szenen mit grossen Angriffen erwarten. Geschossen wird kaum und explodieren tut auch nur einmal was. Es herrscht kein krieg, was in solchen Fällen in meinen Augen schon fast ungewöhnlich ist. Ich empfehle ihn!

PS:

Ich mag mich irren, aber so wie es aussieht sitzen wir in Deutschland mal wieder ausgesprochen sicher, denn wenn ich es richtig gesehen habe, dann ist keins der zwölf Raumschiffe bei uns gelandet!


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