Diabolus Umarov

Blog des Autor Diabolus Umarov

Star Trek Discovery S01E05

War ich von Episode 4 ein wenig enttäuscht, punktete Episode 5 dann wieder richtig!

Ich bleibe jedoch bei meine Meinung, die Klingonen sind in dieser Serie optisch ein Griff ins Klo. Was auch immer die Macher dazu inspiriert hat, diese stolze Rasse so zu verunstalten, in meinen Augen ist es schwer verunglückt. Super schade, hat man doch grossen Wert darauf gelegt, klingonisch in dieser Serie richtig einzusetzen. Sogar ein Klingonischlehrer, ich wusste gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt, wurde zu Rate gezogen. Dann baut man ihre Optik aber so um, dass sie mich an den Ausseriridischen aus »Enemy Mine« erinnern. Will mir nicht in den Kopf!

Aber, in dieser Folge sind die Klingonen dann schon eher das, was ich mir unter ihnen vorstelle. Stark, brutal und kein bisschen freundlich. Auf ihrem Gefängnisschiff geht es richtig rund. Da gibt es keine Genfer Konventionen. Da kriegen die Gefangenen in regelmässigen Abständen mal schön in die Fresse. Da kommt das zum tragen, was Kirk und Co immer mal wieder erwähnten. Von Klingonen gefangen zu nehmen ist einfach keine angenehme Angelegenheit.

Bleiben wir aber bei den Klingonen. Wo mir ihr Verhalten noch gut gefallen hat, waren die Raider dann wieder komplett für den Arsch. So ein Design habe ich bei den Klingonen noch nie gesehen. Ist es bei ihnen etwa auch so, dass man die schädlichen Nebenwirkung ihrer Technik auf die Gesundheit erst später erkannte und deshalb danach das Design so radikal verändert hat? Irgendwie sehr, sehr komisch. Dazu bliebe für mich noch die Frage, warum kann Captain Lorca so problemlos so ein Teil fliegen? Da erinnere ich mich an Star Trek III, wo selbst ein Scotty eher raten musste, wie man den geklauten Bird Of Prey in Bewegung setzt. Wenn dieses Ass da raten muss, wieso ist es für Lorca so, als hätte er diese kleinen Schiffe schon in der Grundausbildung geflogen? Nee, das hätte man besser machen können.

Sehr gut fand ich dann wieder, dass das Bärtierchen in der Folge freigelassen wird. Eigentlich fand ich das Tier ziemlich cool, da ich ja auch ein Fan seines irdischen Pendants bin. Aber dieses Geheule von Michael fand ich schon stark übertrieben. Nicht das Mitgefühl, nein eher wie das aufgebauscht wurde. Erst war es ein Monster, vor dem alle weg rannten und Panik schoben, auf einmal ist es das geliebte Haustier, dem man auf keinen Fall schaden möchte. Als Tierliebhaber prinzipiell eine gute Sache, nur etwas zu übertrieben dargestellt. Wie man dann aber Ersatz dafür finden konnte fand ich dann wieder klasse!

Okay. Kommen wir dann mal zu einem Punkt, der in den sozialen Medien ja stark diskutiert wurde. Sollte man homosexuelle Offiziere auf einem Sternenflottenschiff haben? Ehrlich gesagt, die Diskussion darüber hat mich mehr schockiert, wie der Umstand selbst. Leben wir echt noch in Zeiten, wo die sexuelle Orientierung eines Menschen irgend eine Rolle spielt? Wenn die beiden damit doch klar kommen, warum interessiert uns das dann? Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter! Als Kämpfer für lange Haare bei Frauen heule ich ja auch nicht rum mit der Frage, ob ein Offizier eines Raumschiffs kurze Haare haben sollte. Ich beschwere mich zwar gerne, dass eine Frau mit langen Haaren diese beim Kämpfen offen trägt, weil das in der Realität niemand so machen würde, aber deshalb eine Diskussion mit Umfragen vom Zaun brechen? Ich bin ein wenig schockiert. Ich habe homosexuelle Freunde in meinem Umfeld und die unterscheiden sich in keinster Weise von Heteros. Okay, es sind eben Männer, die sich da küssen. Aber wie gesagt, es ist doch nicht mein Problem! Viel schlimmer finde ich aber, würde Michael nun ein Verhältnis mit Sylvia anfangen, wären die Gespräche in den sozialen Netzwerken gleich ganz andere. Frauen dürfen das, Männer nicht. Absoluter Schwachsinn!

Kommen wir aber jetzt mal zu meinen Highlights!

Da wäre eben Sylvia Tilly. Immer am plappern, oft unsicher, aber ein Charakter der einfach Spass macht. Die redet auch mal von geilem Scheiss und ähnliches. Eine Tatsache, die ich seit TNG stark vermisst habe. Ab dieser Serie waren die Leute immer so steif und achteten auf korrekte Ausdrucksweise. Sylvia haut einfach raus, was ihr durch den Kopf geht und das lockert das Ganze enorm auf! Sie ist dabei zu meinem Lieblingscharakter der Serie aufzusteigen, auch wenn ich Stamets für ebenfalls sehenswert halte. Er erwähnt immer mal wieder, dass mit dem neuen Antrieb noch nicht zu spassen ist. Da wird nicht gekuscht, wenn der Captain eine anscheinend unmögliche Aufgabe stellt. Nein, er sagt auch mal, dass es so einfach nicht funktioniert und behält damit auch Recht. Auch hier war mit TNG und auch Voyager ein wenig zu steif. Da hiess es nur, mach das, du hast so und so lange Zeit. Also wurde das im angegebenen Zeitrahmen ohne Widerworte erledigt. Scotty war da anders und Trip auf der NX-01 war sich auch nicht zu fein, mal einer Anordnung zu widersprechen. Hier punktet die Serie deutlich.

Das Oberhighlight in dieser Episode war jedoch ein alter Bekannter von Kirk. Harcourt Fenton Mudd ist mit von der Partie und bislang so ziemlich das einzige Element, welches wirklich aus der original Zeitlinie stammt. Er ist so gut getroffen, dass es bei mir schon geklingelt hat, bevor ich seinen Namen hörte. Da haben die Macher der Serie mal einen Volltreffer gelandet! Ich konnte so richtig ausmalen, wie er aus seiner misslichen Lage dann irgendwann auf den Planeten mit den Androiden gerät. Das hätte der Serie an einigen anderen Punkten auch nicht geschadet und die Machen beweisen damit in meinen Augen auch, dass sie es eigentlich drauf haben. Leider kommt das viel zu selten vor. Aber, ich bin nun bereit zu hoffen!

Als Fazit bleibt alles beim alten. Sehen kann man die Serie auf jeden Fall, wenn man auf Science-Fiction steht. Man muss in meinen Augen nicht einmal ein Trekki sein und vielleicht wäre es sogar von Vorteil keiner zu sein, da einem dann die ganzen Unstimmigkeiten nicht auffallen. Mit ungetrübtem Auge kommt die Serie wahrscheinlich noch um einiges besser, kann ich aber schlecht beurteilen, da ich nun einmal ein Trekki bin. Einer, der mit dieser Serie warm geworden  ist und sie genauso wie die neue Zeitlinie wirklich gerne zu Star Trek zählt! Wer also Netflix hat, der sollte sich auf die Montage freuen! Ich tue es.

Star Trek Discovery S01E04

Zuerst einmal muss ich wegen den Klingonen meckern. Nicht nur, dass sie mal wieder körperlich verändert wurden, was ich ja schon erwähnte und damit die ganze Story von Acher zu Kirk mit den Augmens (schreibt man die so?) komplett ausgehebelt wird, nein, die kommen mir mittlerweile so vor wie der IS im Weltraum! Messias usw. Alles irgendwie auf der religiösen Schiene. Wie kommen die auf einmal darauf? Vielleicht habe ich da was übersehen, da die Klingonen ja brav klingonisch sprechen und das per weissen Untertitel vor stellenweise hellem Hintergrund übersetzt wird und mein klingonisch etwas eingerostet ist, aber hätte man dann nicht irgendwie für diese Klingonen eine Art Kaste einrichten können, die nicht ganz nach klingonischer Lebensweise agiert? Auf jeden Fall sind die Klingonen für mich sehr komisch.

Ein Freund von mir hat aber eine gute Erklärung dafür gefunden, warum die Technik auf der Discovery so weit fortschrittlicher ist, wie auf der NCC-1701. Man hat nämlich festgestellt, dass die verwendete Technik auf lange Sicht hin extrem gesundheitsschädlich ist und deshalb wurde es beim Bau der Enterprise wieder komplett abgeschafft. Okay, die Theorie hinkt stark und ich wäre immer noch dafür, dass man Discovery in die neue Zeitlinie verschiebt, aber es ist eine Theorie!

Gut. Kommen wir zur Handlung. Besonders cool fand ich, dass diese böse, überstarke Kreatur aus Episode 3 so etwas wie ein übergrosses Bärtierchien darstellt. Ich bin ein grosser Fan dieser real existierenden, mikroskopisch kleinen Kreatur, da man sie ja auch über einen längeren Zeitraum aussen an die ISS kleben kann und sie überlebt das, als wäre es nichts besonderes. Weder das Vakuum, noch die Temperaturen oder die Strahlung können dem kleinen Ding etwas anhaben. So ein Teil mal in gross zu sehen hat schon was, da es auch im kleinen schon recht fies aussehen kann.

Ein wenig störe ich mich aber daran, dass Michael direkt von Beginn an, wo sie die Kreatur untersuchen soll, sofort auf die friedlichen Absichten des Wesens besteht. Ich meine, sie wurde auf der Glenn von diesem Wesen gejagt, theoretisch sogar getötet. Das Wesen griff an, bevor jemand auf es gefeuert hatte und am Ende von Episode 3 schien es auch nicht gerade gut gelaunt zu sein. Ich finde, Michael hätte da erst etwas forschen müssen, bevor sie von den eigentlich friedlichen Wesenszügen hätte überzeugt sein können. Da passte es schon besser, als ihre Kollegin versuchte das Tierchen zu sedieren, um ihm etwas abzuschneiden. Es kam raus und machte erst einmal Gulasch aus der Dame. In anderen Star Trek Serien wäre da wahrscheinlich nur wenig passiert. Ein paar Schürfwunden, oder so. Nein, hier stirbt sofort jemand. Kommt in meinen Augen realistischer.

Auch die Tatsache, dass der neue Antrieb nicht direkt so läuft, wie er das sollte, fand ich klasse. Ist es nicht normalerweise bei Star Trek so, dass selbst die neusten, experimentellsten und unbekanntesten Systeme laufen, als hätten die Ingenieure noch nie mit etwas anderem gearbeitet? Hier klappt es selbst mit dem Ingenieur nicht auf Anhieb, der den Antrieb quasi erfunden hat. So mag ich das! Es muss auch mal etwas schief laufen! Bei Kirk und Co war es ja meist so, man findet irgendwo ein Gerät, baut es auf der Enterprise, oder Voyager ein und das läuft wie am Schnürchen. Die Tarnung der Klingonen bei Kirk, die Transwarpspule bei Voyager usw. Bei Kirk hat es mich als Kind schon genervt, dass Scotty mal nebenbei die Tarnung der Klingonen in die Enterprise schrauben konnte. Ich hatte damals keine Ahnung von Technik, aber dennoch war es für mich damals schon unlogisch, dass zwei grundlegend verschiedene Völker derart kompatible Geräte baut. Okay, ich habe es damals anders genannt, aber prinzipiell war es so.

Wer mir gut gefällt ist der erste Offizier der Discovery. Er kennt ja Michael von deren letzten Kommando und er macht kein Geheimnis daraus, dass er mit ihr Probleme hat. Das ist irgendwie erfrischend. Michel kommt nicht auf die Discovery und mutiert vom Meuterer hoch zum Star. Nö. Sie hat einen schweren Stand, gerade bei der Nr. 1 und das finde ich gut.

Ein taktischer Fehler besteht für mich aber darin, dass die Sternenflotte eine Dilithiummine, die 40% dieses Materials für die Sternenflotte bereitstellt nicht absichert, wenn es um einen Krieg geht. Also meines Erachtens nach ist das ein ganz, ganz grosser Fehler! Wenn man in einem Krieg ist, dann schützt man doch als erstes die relevanten Einrichtungen. So würde es jedes Land auf der Welt machen, sogar schon in unserer Zeit. Aber nö. Die Discovery muss ihren neuen Antrieb benutzen, um die Mine zu retten. Okay, ist förderlich für Handlung, aber aus strategischer Sicht ein Armutszeugnis für die Sternenflotte. Ich halte es nicht für einen Fehler in der Geschichte, nur um einen Fehler der Sternenflotte.

Lustig ist dann aber wieder, dass mittlerweile auch Elon Musk in die Reihe der grossen Erfinder, Entwickler, oder wie auch immer aufgenommen wurde. Da musste ich schon ein wenig schmunzeln.

Bevor ich jetzt aber noch weiter spoilere würde ich sagen, ich schliesse an dieser Stelle. Ich habe soweit eh alles gesagt, was mich in dem Zusammenhang beschäftigt hat. Auf jeden Fall bleibe ich dabei, die Serie kann man sich definitiv anschauen! Diese Episode war jetzt nicht ganz so gut, wie die letzte, aber definitiv gut genug, dass ich schon gespannt auf die nächste Folge bin. Ich bleibe bei meiner Empfehlung!

Star Trek Discovery S01E03

Also wo ich mich echt schwer tue ist das Intro. Was ist das? Eine Mischung aus James Bond und keine Ahnung? Also damit werde ich einfach nicht warm.

Ist aber auch nicht dramatisch, denn die Serie fängt an mich zu fesseln. Der Anfang schleppt sich etwas. Dann kommt wieder der Punkt, wo einfach ein wenig gegen die zeitliche Ansiedlung der Serie zu wehren versucht. Die Shuttle-Rampe wirkt einfach viel zu gross! Wer das Pendant von Kirks NCC-1701 kennt sollte verstehen was ich meine. Was ist die Discovery für ein Schiff? Grösser als die Enterprise? Nicht unmöglich, denn wenn es wirklich nur zehn Jahr bis zu Kirk sind, dann könnten natürlich auch in diesem Rahmen schon echte Brummer umherfliegen, welche auch die Enterprise übertreffen. Warum nicht? Auf mich macht es aber irgendwie den Eindruck, als müsste die Geschichte hinter Picard spielen, damit die Eindrücke passen.

Natürlich verhält es sich ähnlich bei der Ausrüstung. Bei Kirk, also zehn Jahre in der Zukunft, gibt es brutal grosse Schalter, Schieberegler und was weiss ich. Auf der Discovery dominieren Touch-Screens, welche sogar eine Enterprise D ins Schwitzen bringen würden. Dazu werden Informationen nicht auf ein Display, sondern direkt vor den Offizier in die Luft projiziert. Auch da kann keine D, oder E mitgalten. Wieder ein Punkt, wo die Serie besser in der neuen Zeitlinie aufgehoben wäre. Aber, davon lasse ich mich jetzt nicht irritieren, denn schliesslich hat sich die Technik seit Kirk weiterentwickelt. Also die reale Technik und eine neue Serie, in welchen Sets aus Raumschiff Enterprise nachempfunden worden wären würde wahrscheinlich nur echte Hardcore-Trekkis irgendwo begeistern können. Okay, dann lassen wir das als Anmerkung stehen und versichern, dass es keine wirkliche Kritik ist.

Was mich an dieser Folge sehr begeistert hat war die Glenn, dass Schwesterschiff der Discovery. Es treibt mit toter Besatzung durchs All und wird vom Aussenteam untersucht. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen, wenngleich die flackernden Lichter ein wenig störend wirken. Prinzipiell ist es aber ganz hervorragend gelungen und hat meine Leidenschaft für solche Szenen (man mag es in meinen Büchern erkennen können) wirklich befriedigt! Ein dickes Lob.

Da ich nicht übertrieben spoilern möchte verschweige ich mal, was auf der Discovery da geforscht wird. Eins muss aber von Anfang an klar sein. Diese Technologie muss entweder scheitern, oder im späteren Verlauf verboten, oder geächtet werden. Denn weder bei Kirk, noch bei Picard, Sisko, oder Janeway war von so etwas je die Rede. Schauen wir mal, wie sich das entwickelt.

Ganz besonders positiv überrascht und neugierig hat mich jedoch der Kapitän der Discovery gemacht. Der Typ weiss definitiv was er will und scheint nicht der Sternenflottenoffizier zu sein, wie man ihn von den bekannten Schiffen her kennt. Er scheint etwas düsteres zu haben und irgendwie habe ich auch stark den Verdacht, dass es mit der Discovery kein solch rühmliches Ende zu nehmen, wie mit den Enterprise, ähm Enterprisen, Enterprises? Was ist die Mehrzahl von Enterprise? Ich glaube eher, dass es auf diesem Schiff noch zu manch ungewöhnlichen Handlungen kommen wird. Warten wir es mal ab, es macht mich auf jeden Fall neugierig und ich habe jetzt, nach der dritten Folge schon stark das Verlangen zu erfahren wie es weiter geht. Aber nein, eine Woche darf ich jetzt warten. Ist ja fast wie damals, als TNG noch im ZDF ausgestrahlt wurde. Immer diese dumme Warterei, bis es endlich weiter geht. Aber auf der anderen Seite, wenn man direkt mehrere Folgen hintereinander raushaut, dann ist die Geschichte auch zu schnell wieder vorbei. Da fällt mir Voyager ein, wie ich damals alle Infos, noch aus Zeitschriften, verschlungen habe und kaum erwarten konnte, dass es losgeht. Jetzt ist die Voyager mittlerweile schon so lange wieder zuhause, ach ihr wisst schon. Da ist es also schon okay, dass nur eine Folge pro Woche ausgestrahlt wird.

Als Fazit bleibe ich dabei. Es gibt Dinge, da muss ich mich erst dran gewöhnen. Davon abgesehen hat die Serie echt Potential und ich empfehle sie nicht nur Trekkies. Meines Erachtens nach muss man kein Experte für Star Trek sein, um die Serie zu verstehen. Sehr gut!

Rogue One – A Star Wars Story

Ich hatte so meine liebe Not, den Film zu sehen. Eigentlich wollte ich mit meiner Frau ins Kino, doch aus irgend einem mir nicht erfindlichen Grund war der Film nur in 3D! Da weder ich, noch meine Frau, dieser Technik etwas abgewinnen können haben wir also das Kino verpasst und mussten auf die DVD warten!

Wahrscheinlich spoilere ich wieder, daran solltet ihr denken!

Negativ

Da gibt es nun nicht unbedingt viel. Aber auch bei Star Wars kann ich nicht umhin auch negative Eindrucke zu gewinnen.

Da wäre das Ende. Prinzipiell war es schon sehr gut gemacht, wie Prinzessin Leya in Besitz der Unterlagen über den Todestern kam. Wie man ja in Star Wars IV am Anfang mitbekommt, hat das Schiff der Prinzessin die Daten empfangen und es wird auch von einer Funkübertragung berichtet. Bei Rogue One wurde das nun so umgesetzt, dass vom Planeten eine Übertragung an das Flaggschiff gesendet wurde, die Pläne auf einen Datenträger kopiert und so an Bord des Schiffes der Prinzessin gelangte. Da bliebe für mich nur die Frage, was macht Leia eigentlich mitten im Kampfgebiet? Wurde sie nicht eingesetzt um nach Obi-Wan zu schicken? Nein, ihr Schiff ist an das Flaggschiff der Allianz angedockt und flieht vor Darth Vader. Irgendwie fühlt sich das nicht sonderlich gelungen an! Ist aber in so fern noch knapp zu verschmerzen, dass man damit einen direkten Anschluss an Teil IV geschaffen hat. Das wäre aber auch eleganter gegangen!

Was mir dann noch ziemlich übel aufgestossen ist, da landet also ein geklauter Frachter auf dem Stützpunkt, wo alle Baupläne des Imperiums gespeichert sind. Klingt das nicht start nach Star Wars VI? Geklautes Schiff, imperialer Code, Schutzschild? Bin ich da jetzt zu kleinlich? Nein! Denn ich habe auch schon die Kritik gehört, die man Teil VII immer mal wieder unterstellt. Er wäre nur Teil IV in etwas abgewandelter Form. Wenn die Leute so über VII reden dürfen, dann darf ich das auch bei Rogue One!

In dem Zusammenhang sei auch noch gesagt, es ist ein Stützpunkt des Imperiums. Draussen fliegen Sternenzerstörer rum, unten laufen Soldaten ohne Ende. Dennoch schafft es eine kleine Gruppe, da so viel Verwirrung zu stiften, dass sogar At-Atack eingesetzt werden müssen? Also ganz ehrlich, so dämlich können auch die Klone nicht sein! Es wird ja sogar die Aussage getroffen »Sind wir blind?«! Genau so sehe ich das auch! Da landet eine Frachter und der fängt an doof zu machen. Wie viele waren da drin? 20? 30? Das sollte doch den Truppen eines ganzen Stützpunktes keine wirkliche Arbeit bereiten, die in die Schranken zu weisen! Zumindest meiner Meinung nach!

Auch ein Punkt, der mir mal wieder so gar nicht in den Kopf will, Man fliegt nach Edu. Dort ist ein fetter Sturm im Gange und dennoch treffen sich die Leute draussen auf der Landeplattform? Warum? Damit die Rebellen auch ein Ziel haben? Bei dem Wetter wäre jeder rein gegangen! Dort gab es schliesslich auch Hanger, wo man die Wissenschaftler im Trockenen hätte erschiessen können. Aber nein, selbst als die Rebellen angreifen geht man nicht rein! Das ist eine Form der Unlogik, die ich echt nicht nachvollziehen kann!

Als letzter Punkt, was hat Vader da eigentlich gemacht? War der duschen? Oder baden? Oder schwimmen? Was hat er in dem Tank da gemacht? Das war für mich echt etwas sehr merkwürdig!

Positiv

Da gibt es gleich so viel! Auf jeden Fall hat der Film echten Schauwert! Ein Sternenzerstörer, der über einer Stadt steht? Hammer! Der Einbau der Waffe in den Todesstern! Brutal geil! Der Einsatz der Waffe und die anschliessende Explosionen. Echt super! Auch der Sternenzerstörer, der aus dem Schatten heraus kommt, einfach abartig gut gemacht! Ein hinter dem Planet aufgehender Todesstern? Ich war begeistert!

Was mir dann noch sehr positiv entgegen kam, die eigentlichen Helden haben mal nichts mit der Macht zu tun. Der Mönch vielleicht, aber davon ab keine Lichtschwertschlachten usw. Das war irgendwie erfrischend, halte ich doch eigentlich sowieso nicht so viel von den Jedi. Es gibt ausnahmen. Yoda zum Beispiel. So ein cooles, kleines Männchen gab es glaub ich noch nie! Aber davon ab waren die meisten Jedi für mich immer noch hochgestochene Angeber. Obi-Wan mal aussen vorgelassen. Der war auch noch irgendwie cool. Luke hingegen, der Frodo aus Star Wars. In jedem Film muss er gerettet werden, wird aber oft als Held angesehen. In Star Wars IV musste Han ihn beim Todesstern retten. Wo war da die Macht? Okay, er hat die Öffnung getroffen, aber auch nur, weil es bis dahin überlebte. In Star Wars V musste Han ihn gleich wieder retten. Ansonsten wäre er erfroren. In Star Wars VI muss Vader sich opfern, um Luke zu retten. Ein wirklicher Held eben! Wenn sich nicht dauernd die Leute in Gefahr bringen, dann überlebt er nicht. Nun ist Vader tot, Han Solo tot, nach Adam Riese müsste Luke in Star Wars VIII gnadenlos draufgehen! Mal abwarten! Das Rogue One in dem Zusammenhang auf Jedis verzichtet gefiel mir echt gut!

Sehr gut war auch Darth Vader. Ich weiss ja nicht, aber so cool war er in nicht einem der anderen Filme. Auch sein Einsatz am Ende, wie er die Truppen im Alleingang zerlegt war einfach sensationell gut gemacht, wenn man mich fragt! So gefällt mir das und so wird Vader auch wirklich zu dem Oberbösen, den er ja darstellen soll!

Sehr schön fand ich auch, dass man nun endlich mal erklärt bekommt, warum es diesen dämlichen Ventilationsschacht gibt und warum niemand in den Baumarkt gelaufen ist, um dafür ein Gitter zu besorgen! Es war also die pure Absicht! So etwas wie ein gut getarnter Selbstzerstörungsknopf! Aber, war Galen Erso wirklich so erfolgreich darin, seine Loyalität zu garantieren, dass niemand seine Arbeit überwachte? Ich meine, Eigentlich hätte doch irgendjemand das sehen müssen, dass dieser kleine Schacht ein Problem darstellen konnte und in dem Fall wäre es ja wohl wirklich super einfach gewesen, dagegen etwas zu unternehmen. Wie gesagt, ein Kraftfeld, ein stabiles Gitter, irgendwie so etwas. Nun, wenigstens wird erklärt, warum es diesen Schacht überhaupt gibt und warum er so einen Schaden anrichten kann!

Das absolute Highlight war dann aber definitiv K2S0! Einen so coolen Roboter habe ich noch nie erlebt! So viel Sarkasmus! Dagegen ist ja selbst R2D2 und BB8 fast Chancenlos. Zu schade, dass er das Zeitliche gesegnet hat! Für mich war er einfach der Coolste im ganzen Film!

Fazit

Ich könnte nun noch lange weiter schreiben, was mir an dem Film gut gefallen hat. Aber das wäre fast eine Nacherzählung. Mir würden aber bestimmt auch noch ein paar negative Punkte einfallen, doch auch da muss ich ja nicht alles verraten. Wer Science-Fiction mag, der kann sich den Film auf jeden Fall anschauen und ich kann ihn definitiv sehr empfehlen. Das Star Wars Fans ihn ruhigen Gewissens schauen können dürfte klar sein. Ich freue mich auf jeden Fall sehr darauf, Star Wars VIII zu sehen und bin sehr gespannt darauf, was der nächste Ableger zu Star Wars sein wird! Also! Film gucken! Klar?

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