Diabolus Umarov

Blog des Autor Diabolus Umarov

Enlightenment, Orbit, Gnome3

Enlightenment

Verwendung findet die Version 0.21.7.

Ich muss sagen, dieser Desktop-Manager (oder ist es doch nur ein Window-Manager?) hat sich ganz schön gemausert. Zuletzt habe ich die Version E16 angetestet und fand die Bedienung eher fragwürdig. Mit E20 hat sich jedoch viel getan und meines Erachtens nach läuft läuft das Ding sehr gut! Sowohl unter X11, wie auch unter Wayland.

Da muss ich jedoch direkt anmerken, man merkt keinen Unterschied! Ich zumindest nicht! Auf dem NetBook könnte ich nicht aus dem Stehgreif sagen, unter welchem System der Manager läuft. Man kann es als positiv ansehen, aber auch als negativ bewerten. Nach dem, was man von Wayland so hört, sollte dieses System ja viel Ballast von X11 nicht mehr mitschleppen und alles in allem sollte man davon ausgehen können, es läuft etwas schneller. Doch Fehlanzeige! Egal was ich mache, es zeigt sich keinen Unterschied!

Getestet habe ich es auch auf meinem Laptop. Auch dort lief es von Start weg einwandfrei. Ich will jetzt nicht die Spezifikationen des Laptops aufschreiben, da es prinzipiell nur um die Performance geht und die habe ich anhand von Minetest und meiner Tochter getestet. Zu diesem Zweck habe ich darauf geachtet, dass am Spiel selbst nichts verändert wurde. Also keine Shader deaktiviert, oder ähnliches. Das Resultat ist wieder ernüchternd. Es tut sich nichts! Während unter X11 das Spiel zwischen 10 und 15 FPS schwankt, zeigt sich unter Wayland exakt das gleiche Bild.

Nun ist die Frage, liegt das daran, dass dieses Spiel X11 verlangt? Möglich. Auf jeden Fall bringt Wayland zum aktuellen Zeitpunkt nichts, wenn man mich fragt.

Ich kann aber immerhin behaupten, man kann auf jeden Fall problemlos mit Wayland arbeiten. Wie gesagt, es zeigt sich kein Unterschied, ob Enlightenment unter X läuft, oder Wayland. Das bewerte ich als positiv, denn sollte der Moment kommen, wo X11 zu Grabe getragen wird, muss man sich mit keinen nennenswerten Problemen herumschlagen!

Orbital

Orbital ist quasi eine Erweiterung für Weston. Ich musste es aus den Source bauen, da es für Gentoo zur Zeit noch kein ebuild dafür gibt. Ich wage es auch zu bezweifeln, dass es jemals den Einzug in Portage finden wird, denn wenn man es genau nimmt, dann ist es nicht notwendig. Es fügt Westen ein paar Kleinigkeiten hinzu. Eine Auswahl für den Desktop, oben in der Leiste neben den Icons und man kann mit einem Rechtsklick den Hintergrund ändern und Applets verwalten. Letzteres habe ich nicht ausprobiert. Es gilt jedoch das Gleiche wie bei Weston. Das Ding ist schnell! Schnell gestartet und alles geht wirklich zackig.

Allerdings gibt es auch ein Nachteil. Anscheinend funktionieren einige X11 Programme nicht ganz problemlos unter Weston/Orbital. Minetest zum Beispiel. Startet man es, dann verschwindet der Mouse-Pointer hinter dem Fenster. Man muss raten, um das Eingabefeld für das Passwort zu treffen. Hat man sich jedoch einmal eingeloggt, dann taucht das Bekannte X als Pointer auf.

Auch hier habe ich am Laptop getestet. 15 bis 17 FPS. Eigentlich schade, denn ich wäre davon ausgegangen, unter dem Manager müsste das Spiel flutschen. Aber nein. Zum Vergleich, mit X11 und Fluxbox bringt es Minetest auf 20-22 FPS. Wenn man dann noch bedenkt, dass Fluxbox um einiges funktionaler ist, als Weston/Orbital. fällt es schon schwer auf Wayland zu setzen.

Gnome3

Damit habe ich echte Schwierigkeiten! Okay. Es läuft unter Wayland. Aber, meine Mouse kann nicht klicken! Ich kann sie bewegen, aber keine Taste funktioniert! Zumindest vom Touchpad meines NetBooks. Auf dem Laptop habe ich es bislang nicht ausprobiert und habe auch so noch nicht viel damit experimentiert. Wie auch, denn ohne Mouse ist die Sache schon schwierig. Von daher kann ich zu seiner Leistung nichts sagen.

Es ist eigentlich schade, denn Gnome3 hatte ich vor Mate auch auf meinem Desktop laufen und hätte Vergleiche ziehen können. Vielleicht installiere ich es doch noch auf dem Laptop, aber derzeit hat mich das so frustriert, dass meine Motivation etwas im Keller ist.

Fazit

Aktuell würde ich sagen, man kann auf Wayland umsteigen. Einen Argument dafür finde ich jedoch nicht. X11 läuft bei mir seit Jahren problemlos. Auch die Netzwerktransparenz ist eigentlich ein Argument gegen Wayland. Ich kann eigentlich nur sagen, wer unbedingt umsteigen will, dem sollte nichts im Wege stehen. Wer es mal testen möchte, es funktioniert ganz hervorragend neben X11. Die kommen sich kein Stück in die Quere. Ich für meinen Teil bleibe aber definitiv bei X11, solange ich die Möglichkeit dazu habe. Auf dem NetBook werde ich Wayland aber weiter betreiben und weiter experimentieren. Vielleicht findet sich ja noch ein Argument für einen Umstieg. Aktuell wage ich es jedoch stark zu bezweifeln!

Wayland Einführung

Zuerst muss ich sagen, ich bin kein Freund von Wayland. Prinzipiell ist es mir zwar egal, was unter der GUI werkelt, aber Wayland fehlt etwas, was ich eigentlich ziemlich oft benutze. Die Netzwerktransparenz. Also das starten eines Programms auf einem ferngesteuerten Computer, während die Oberfläche des Programms bei mir auf dem Rechner angezeigt wird. Ich bekomme zwar immer wieder gesagt, dass dieses Feature veraltet, langsam und nicht besonders toll sei, ich nutze es aber in der Tat ziemlich häufig. Wayland schneidet diese Möglichkeit nun ab, was für mich ein starkes Gegenargument für Wayland ist. Weiterhin fehlt ja nach wie vor die Unterstützung des propritären Nvidia-Treibers. Dieser Fakt wird zwar mit Sicherheit bald keiner mehr sein, bislang ist er jedoch ebenfalls ein klares Gegenargument.

Warum versuche ich dennoch, Wayland zum Einsatz zu bringen? Nun, alle Zeichen deuten darauf hin, dass früher, oder später, Wayland zum Standard wird. Wenn dem so sein sollte, will ich nicht unvorbereitet dastehen. Als Testplattform nutze ich jedoch nicht meinen Desktop-Rechner, sondern mein NetBook. Wenn ich da etwas kaputt mache, dann ist es halb so schlimm und stört meine Arbeit nicht. Weiterhin wird auch mein Laptop ein Wayland spendiert bekommen. Damit will ich testen, wie sich das neue System bei Minetest schlägt und setze meine Tochter als Testpiloten ein. Sie ist relativ kritisch, was die FPS angeht, so dass ich einen objektiveren Blick auf die Geschichte bekomme.

NetBook:

Asus eeePC 1016PGo

  • Display
    10.1″ LED Backlight WSVGA (1024×600) Screen
  • CPU
    Intel® Atom™ N455 Processor
  • Chipset
    Intel® NM10 Express Chipset
  • Memory
    DDR3, 1 x SO-DIMM, 1GB ( Maximum 2GB )
  • Storage
    2.5″ SATA 160GB/250GB/320GB HDD *1
  • Wireless Data Network
    WLAN 802.11 b/g/n@2.4GHz*1
    Bluetooth V3.0+HS*1
  • Camera
    0.3 M Pixel Camera
  • Audio
    Hi-Definition Audio CODEC
    Stereo Speakers
    High Quality Mic

Die Daten stammen von der ASUS-Webseite.

Als Betriebssystem kommt Gentoo Linux in der 32-Bit Version zum Einsatz

Kernel: 4.15.1 (zum Beginn der Umstellung)

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