Diabolus Umarov

Blog des Autor Diabolus Umarov

Fast & Furious 8

Ich bin mir uneins. Was genau ist das? Warum heisst das Fast & Furious?

Natürlich bin ich mal wieder etwas spät dran. Aber seit gestern läuft der Film nun auf Sky und da habe ich ihn mir nun auch endlich angeschaut. Ins Kino wollte ich nicht, da ich so meine Bedenken hatte. Meine Mia mehr. Ob das gut geht?

Zu beginn, es ist gut gegangen! Der Film ist gut, in meinen Augen. Nur, bitte gebt dem einen anderen Namen! Dem Film, nicht den Leuten! Mit Fast & Furoius verbinde ich Strassenrennen, Gangs, von mir aus noch irgendwelche Raubüberfälle der absurden Art. Genau genommen verbinde ich aber am Meisten das eher Bodenständige aus dem ersten Teil. Der war in gewisser Hinsicht noch realistisch, auch wenn ich mit dem Wort im Zusammenhang mit dem Film etwas vorsichtig bin. Ich meine, Brian verbläst in seinem ersten Rennen sein Auto, die Beifahrer-Bodenplatte fliegt sogar raus, aber als er Toretto rettet läuft die Kiste wieder 1a und anscheinend ist auch die Bodenplatte wie durch Zauberrei wieder da. Realistisch also mit einem fest zugedrückten Auge. Aber, was in dem Film gezeigt wurde, gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach auch wirklich auf der Welt. Strassenrennen, die Autos, alles vielleicht ein Tick übertrieben, aber mit dem nötigen Kleingeld für sich selbst im Realen noch realisierbar.

Klar, die Reihe ist seit Tokyo-Drift immer mehr ins Utoptische abgewandert und hat dabei aufgegeben, was seinen Ursprung ausmacht. Einst hatte jeder Fahrer ein Auto, welches er selbst aufgebaut und gefahren hat. Mittlerweile wird aus den Fahzeugen ja immer mehr Schrott während des Films und darüber hinaus, kein normaler Mensch kann sich die Autos leisten, die gezeigt werden.

Zu Beginn von F&F8 hatte ich da noch etwas Hoffnung. Denn wie beginnt er? Mit einem Strassenrennen in Kuba. Ein etwas übertriebenes Rennen, aber ein Rennen. Wetteinsatz sind die Autos. Also ganz das, was ich mir eigentlich von einem Film mit diesem Namen wünsche.

Damit endet aber auch schon der Zusammenhang zu dem, was hinter dem Namen eigentlich steckt.

Aber! Ich mag Filme wie James Bond. Definitiv! Ich würde den Film auch eher in dieses Genre stecken, wodurch er sich ganz gewaltig von den vorherigen Teilen abwendet. Okay, F&F7 war schon etwas in dieser Richtung einzuordnen, aber nicht so extrem. Aus den bösen Jungs sind mittlerweile die geworden, welche die Regierung rekrutiert, wenn sie ein unlösbares Problem vor der Tür haben. Prinzipiell cool. Aber, damit verbinde ich nicht den Namen des Films!

Tun wir mal so, als würde der Film nicht so heissen. Einfach aus Spass. Dann kommt ein Film daher, den man natürlich nicht allzu ernst nehmen darf. Muss man aber auch nicht. Es ist ein Film und seine Aufgabe ist es, zu unterhalten. Das kann er, ganz eindeutig! Vor allem die Dialoge zwischen Roman und Tej finde ich sehr gelungen und die Charaktere haben ihre eigene Persönlichkeit. Roman ist der nörgelnde Angsthase, Tej der Coole, Letty die, also dazu fällt mir nicht wirklich etwas ein. Auch Hobbs weiss zu gefallen! Da ist der Film wirklich gelungen, was meine Ansicht angeht.

Der Film ist übertrieben. Aber konsequent! Alleine das Flugzeug von Cipher steht dem von Marvel Agents Of Shield in nichts nach. Dom hingegen ist mir ein Tick zu übertrieben. Da zerren ein halbes duzend Autos an seiner Karre und dennoch kann er sich befreien. Um nur ein Beispiel zu nennen. Mich würde es nicht wundern, wenn er in einem der nächsten Teile mit Strumpfhose und Slip über dieser samt Cape auftauchen würde. Im Ernst, er kann eigentlich nur ein übermenschlicher Superheld sein, nach allem was er kann und was er aushält. Auch frage ich mich, wenn ich mir seine One-Man-Show ansehe, braucht er überhaupt ein Team? Oder schleppt er die einfach nur mit, damit er nicht alles alleine machen muss? Eine interessante Frage, meiner Meinung nach!

Wo ich mich etwas schwer mit tue, eigentlich ist Shaw ja der Feind, was am Anfang des Films auch noch so dargestellt wird. Kaum wird er erschossen, mutiert er aber zu einem guten Freund, dessen Zähne man nicht mehr so weit in den Körper rammen will, so dass er durch sein Arschloch muss, um sie zu putzen? Also ich weiss nicht. Diese Wendung ist ein wenig heftig.

Richtig gut hat mir hingegen Cipher gefallen. Das mag an der Schauspielerin liegen, aber die Rolle fand ich sehr gut gespielt! Sie hat konsequent die selbe Art an sich, quer durch den Film. Oft ist es ja so, dass die Bösen irgendwann einfach noch böser werden. Aber nicht sie. Sie bleibt auf ihrem Level und es sind so kleine Details, die mir gut gefallen haben. Einfach schwarz lackierte Fingernägel, die man beim Hacken sieht. Böse, aber schlicht. Gefällt mir!

Okay, bevor ich jetzt anfange zu viel zu Spoilern schliesse ich mal lieber.

Als Fazit sage ich, der Film ist gut. Sollte aber einen anderen Namen tragen, damit man nicht etwas erwartet, was man einfach nicht bekommt. Das ist schon öfter schief gelaufen. Jurassic Park 2 zum Beispiel. Sehr guter Film, wenn man ihn aber in direkter Verbindung mit dem ersten sieht, dann passt das nicht zusammen. Okay, es gibt Dinosaurier, aber da ist eben kein wirklicher Park. Oder Cars 2, wo der eigentliche Hauptdarsteller aus Cars nur eine Nebenrolle spielt. In beiden Fällen wäre ein neuer Name von Vorteil gewesen, denn verbinde ich etwas mit einem Namen, dann erwarte ich auch, die Elemente wieder vorzufinden. Das trübt manchmal mein Urteilsvermögen, was den Filmen gegenüber ungerecht sein mag.

Dennoch. Angucken! Viel falsch kann man nicht machen!

Star Trek Discovery S01E08

Ja. Da stehe ich nun und überlege mir meine Meinung zu dieser Episode. Gar nicht so einfach!

Zuerst einmal, die Schlacht zu beginn war prima! Da ging es mal richtig zur Sache und es wird auf die Heldenrolle verzichtet. Die Discovery versucht es, geht auch wirklich an ihre Grenzen, doch letzten Endes scheitert sie, aufgrund einer erdrückenden Übermacht. Hat mir gut gefallen! Wenngleich ich auch die Klingonenschiffe nicht als solche erkannt habe. Die Tarnung okay, aber das Design? Ich weiss nicht. Passt aber zu den Klingonen an sich, die ja auch nicht mehr wirklich erkennbar sind.

Bleiben wir auch gleich mal bei den Klingonen. Auf der einen Seite verhalten sie sich wie Klingonen. Folter, Ahndungen beim Hintergehen, passt doch. Aber, ein Klingone der überlaufen will? Ich weiss nicht. Das passt doch gar nicht zu ihrem Lebenswandel, oder? Vielleicht wäre es wieder ein Grund zu sagen, die Story sollte besser in die neue Zeitlinie. Ich weiss nicht, aber bei Kirk waren die Klingonen noch leicht umfunktionierte Menschen. Ab TNG gab es dann die Klingonen, wie man sie sich meiner Meinung nach eigentlich vorstellt. Gross, umgeschraubte Stirn, lange Haare usw. In ENT wurde dann ein ganzer Handlungsstrang eingebaut um zu erklären, warum die Klingonen bei Kirk nicht mehr aussehen wie Klingonen. Nun kommt Discovery und wirft das komplett über den Haufen. Nein, mir gefällt es nicht!

Davon abgesehen, der Rest der Episode empfand ich mit gemischten Gefühlen. Die Idee eines globalen Organismus auf einem Planeten ist ziemlich cool. Auch, dass diese Wesen nach Kommunikationswegen zu anderen Zivilisationen sucht. Okay, so weit noch alles cool. Aber, die Föderation hat keine Kenntnis dieser Wesen. Wohl aber dieses natürlichen Transmitters. Man kann also davon ausgehen, bislang war noch niemand da und hat dieses Teil untersucht. Dennoch konnte man ein Gerät bauen, welches sich mit diesem Transmitter verbindet. Wie schön, dass im Star Trek Universum alle Technologien irgendwie kompatibel sind. Ich weiss echt noch nicht, wie ich das finden soll.

Aber! Diese Episode wird fortgesetzt! Da kann es also gut sein, dass ich, nach der nächsten Episode, ganz anders darüber denke! Matrix ist da ein guter Vergleich. Der zweite Film war ebenfalls in meinen Augen nicht wirklich stimmig und irgendwie nicht so der Hit. In Zusammenhang mit dem dritten Teil hingegen wurden einige Dinge aufgeklärt, welche mich vorher gestört hatten und siehe da, im Zusammenhang gefiel mir der zweite Teil dann doch ziemlich gut. Mal schauen, ob sich meine Sicht auf Episode 8 auch ändern, nachdem ich Episode 9 gesehen habe.

Eines ist jedoch sicher. Als diese Episode endete und klar war, in der nächsten geht es weiter, stellte sich bei mir nicht das Gefühl ein, es wäre eine Quälerei, mich eine ganze Woche warten zu lassen, bis ich endlich erfahre, wie es weiter geht. Da haben es die Machen von The Big Bang Theorie besser drauf, meine Neugier zu steigern. Als ich da das Ende des Staffelfinales gesehen habe hat es mich sofort geärgert, dass ich nun erst eine ganze Zeit warten muss, bevor ich erfahre, wie es weiter geht. Ich kann es mir denken, will es aber sehen! So etwas hat sich bei dieser Episode leider nicht eingestellt. Im Vergleich zu Episode 7 muss ich sagen, hat die Serie wieder etwas abgebaut. Sie ist aber noch sehr weit davon entfernt, als könnte ich sie als misslungen, oder gar schlecht ansehen. DS9 hat es da deutlich besser verstanden, mein Verlangen nach der nächsten Folge zu demontieren.

Kurzum, Discovery bleibt nach wie vor sehenswert und für mich eine klare Empfehlung an alle Sci-Fi-Fans!

;