Diabolus Umarov

Blog des Autor Diabolus Umarov

Star Trek Discovery S01E03

Also wo ich mich echt schwer tue ist das Intro. Was ist das? Eine Mischung aus James Bond und keine Ahnung? Also damit werde ich einfach nicht warm.

Ist aber auch nicht dramatisch, denn die Serie fängt an mich zu fesseln. Der Anfang schleppt sich etwas. Dann kommt wieder der Punkt, wo einfach ein wenig gegen die zeitliche Ansiedlung der Serie zu wehren versucht. Die Shuttle-Rampe wirkt einfach viel zu gross! Wer das Pendant von Kirks NCC-1701 kennt sollte verstehen was ich meine. Was ist die Discovery für ein Schiff? Grösser als die Enterprise? Nicht unmöglich, denn wenn es wirklich nur zehn Jahr bis zu Kirk sind, dann könnten natürlich auch in diesem Rahmen schon echte Brummer umherfliegen, welche auch die Enterprise übertreffen. Warum nicht? Auf mich macht es aber irgendwie den Eindruck, als müsste die Geschichte hinter Picard spielen, damit die Eindrücke passen.

Natürlich verhält es sich ähnlich bei der Ausrüstung. Bei Kirk, also zehn Jahre in der Zukunft, gibt es brutal grosse Schalter, Schieberegler und was weiss ich. Auf der Discovery dominieren Touch-Screens, welche sogar eine Enterprise D ins Schwitzen bringen würden. Dazu werden Informationen nicht auf ein Display, sondern direkt vor den Offizier in die Luft projiziert. Auch da kann keine D, oder E mitgalten. Wieder ein Punkt, wo die Serie besser in der neuen Zeitlinie aufgehoben wäre. Aber, davon lasse ich mich jetzt nicht irritieren, denn schliesslich hat sich die Technik seit Kirk weiterentwickelt. Also die reale Technik und eine neue Serie, in welchen Sets aus Raumschiff Enterprise nachempfunden worden wären würde wahrscheinlich nur echte Hardcore-Trekkis irgendwo begeistern können. Okay, dann lassen wir das als Anmerkung stehen und versichern, dass es keine wirkliche Kritik ist.

Was mich an dieser Folge sehr begeistert hat war die Glenn, dass Schwesterschiff der Discovery. Es treibt mit toter Besatzung durchs All und wird vom Aussenteam untersucht. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen, wenngleich die flackernden Lichter ein wenig störend wirken. Prinzipiell ist es aber ganz hervorragend gelungen und hat meine Leidenschaft für solche Szenen (man mag es in meinen Büchern erkennen können) wirklich befriedigt! Ein dickes Lob.

Da ich nicht übertrieben spoilern möchte verschweige ich mal, was auf der Discovery da geforscht wird. Eins muss aber von Anfang an klar sein. Diese Technologie muss entweder scheitern, oder im späteren Verlauf verboten, oder geächtet werden. Denn weder bei Kirk, noch bei Picard, Sisko, oder Janeway war von so etwas je die Rede. Schauen wir mal, wie sich das entwickelt.

Ganz besonders positiv überrascht und neugierig hat mich jedoch der Kapitän der Discovery gemacht. Der Typ weiss definitiv was er will und scheint nicht der Sternenflottenoffizier zu sein, wie man ihn von den bekannten Schiffen her kennt. Er scheint etwas düsteres zu haben und irgendwie habe ich auch stark den Verdacht, dass es mit der Discovery kein solch rühmliches Ende zu nehmen, wie mit den Enterprise, ähm Enterprisen, Enterprises? Was ist die Mehrzahl von Enterprise? Ich glaube eher, dass es auf diesem Schiff noch zu manch ungewöhnlichen Handlungen kommen wird. Warten wir es mal ab, es macht mich auf jeden Fall neugierig und ich habe jetzt, nach der dritten Folge schon stark das Verlangen zu erfahren wie es weiter geht. Aber nein, eine Woche darf ich jetzt warten. Ist ja fast wie damals, als TNG noch im ZDF ausgestrahlt wurde. Immer diese dumme Warterei, bis es endlich weiter geht. Aber auf der anderen Seite, wenn man direkt mehrere Folgen hintereinander raushaut, dann ist die Geschichte auch zu schnell wieder vorbei. Da fällt mir Voyager ein, wie ich damals alle Infos, noch aus Zeitschriften, verschlungen habe und kaum erwarten konnte, dass es losgeht. Jetzt ist die Voyager mittlerweile schon so lange wieder zuhause, ach ihr wisst schon. Da ist es also schon okay, dass nur eine Folge pro Woche ausgestrahlt wird.

Als Fazit bleibe ich dabei. Es gibt Dinge, da muss ich mich erst dran gewöhnen. Davon abgesehen hat die Serie echt Potential und ich empfehle sie nicht nur Trekkies. Meines Erachtens nach muss man kein Experte für Star Trek sein, um die Serie zu verstehen. Sehr gut!

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