Diabolus Umarov

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awesome WM auf meinem NetBook

Von: diabolusUmarov
Erstellt am: 17.03.2018

Während die Nutzung von awesome unter vnc keine besonderen Anforderungen gestellt hat, schliesslich habe ich mich bislang mit dem NetBook immer auf diesem Weg mit meinem Desktop verbunden, sollte bei der nativen Nutzung, ich nenne es jetzt einfach mal so, schon ein bisschen mehr an Komfort bereitgestellt werden. Da wäre zum Beispiel der Network-Manager. Der verbindet sich zwar auch ohne die Verwendung von nm-applet problemlos mit dem Netz, aber man will ja auch Kontrolle darüber haben, womit man sich da verbindet. Besonders wenn ich unterwegs bin muss ich dem NetBook ja auch irgendwie sagen, dass er sich mit dem mobilen Internet verbinden soll. Das geht zwar auch über den Terminal mittels wvdial, aber wenn man schon einen Windows Manager benutzt, dann möchte man das auch gerne mit der Mouse erledigen.

Hier kommt wieder die Datei

/etc/X11/Sessions/awesome

ins Spiel. Dort muss lediglich diese Zeile hinzugefügt werden:

exec /usr/bin/nm-applet &

Meldet man sich nun über LightDM an, erscheint in der Task-Leiste, links neben der Uhr, das bekannte Symbol von nm-applet und kann voll verwendet werden! Der erste Schritt wäre also getan. Ich muss aber dazu sagen, es gibt noch andere Methoden, wie man das Netzwerk steuern kann. Da ich aber sowieso den NetworkManager und nm-applet installiert habe, benutze ich gleich das. So muss ich mich auch nicht an eine neue Bedienung gewöhnen.

Gut. Natürlich will ich auch die Lautstärke kontrollieren können. Dafür benutze ich einfach „mate-volume-control-applet“. Natürlich gibt es auch da genug Alternativen, da ich mate aber installiert habe, benutze ich wieder einfach das. Der entsprechende Eintrag in /etc/X11/Sesseions/awesome sieht dann so aus:

exec /usr/bin/mate-volume-control-applet &

Nach der nächsten Anmeldung erscheint das entsprechende Symbol oben in der Task-Leiste und kann gewohnt verwendet werden.

Für die Nutzung von mobilen Geräten wie eben dem NetBook ist es auch schon fast zwingend erforderlich, dass man über den Akkuzustand informiert wird. Auch hier setze ich wieder mate ein und füge folgende Zeile für den Start hinzu:

exec /usr/bin/mate-power-manager &

Schon hat man nach dem nächsten Starten die Batterie in der Task-Leiste und wird bequem über den Akku informiert.

Natürlich habe ich auch das Start-Menü angepasst und das sieht nun folgendermassen bei mir aus:

— {{{ Menu
— Create a launcher widget and a main menu
myawesomemenu = {
{ „hotkeys“, function() return false, hotkeys_popup.show_help end},
{ „manual“, terminal .. “ -e man awesome“ },
{ „edit config“, editor_cmd .. “ “ .. awesome.conffile },
{ „restart“, awesome.restart },
{ „quit“, function() awesome.quit() end}
}

internetmenu = {
{ „Vivaldi“, „vivaldi“},
{ „Evolution“, „evolution“},
{ „Line“, „/home/diabolus/line.sh“}
}

toolsmenu = {
{ „Terminator“, „terminator“ }
}

officemenu = {
{ „WPS Writer“, „/usr/bin/wps“ },
{ „WPS Spreadsheets“, „/usr/bin/et“ }
}

mymainmenu = awful.menu({ items = {
{ „Büro“, officemenu, beautiful.awesome_icon },
{ „Internet“, internetmenu, beautiful.awesome_icon },
{ „Tools“, toolsmenu, beautiful.awesome_icon },
{ „awesome“, myawesomemenu, beautiful.awesome_icon },
{ „Terminal“, terminal }
}
})

Wie man im „internetmenu“ sehen kann, starte ich dort ein Skript, um Line, den Messenger zu starten. Line gibt es allerdings nur für Windows, so dass ich ihn natürlich mit wine starten muss. Das ist überhaupt kein Problem und das Icon von Line, obwohl es ein Windows-Programm ist, wird ebenfalls oben in der Task-Leiste angezeigt und kann komplett verwendet werden! Find ich gut!

Nun wollte ich jedoch einen anderen Hintergrund. Da gibt es auch einige Möglichkeiten, wie man es geregelt bekommt. Ich bin den einfachsten Weg gegangen. In dem Verzeichnis:

/usr/share/awesome/

finden sich die Themes, welche awesome verwenden kann. Zu Beginn ist „default“ eingestellt, wer hätte das gedacht. Ich bin also einfach in das Verzeichnis:

/usr/share/awesome/themes/default

und habe dort die Datei:

theme.lua

editiert. Natürlich bedarf das Root-Rechten.

Hat man diese Datei offen sieht man, im Vergleich zu anderen Window-Manager ist es bei awesome ein richtiges Programm, welches das Thema steuert. Ich kann mir gar nicht ausmalen, wie dynamisch man das alles gestalten kann, wenn man sich die Zeit dafür nimmt. Ich bin mir aber auch nicht ganz sicher, wie diese Datei abgerufen wird. Wahrscheinlich nur einmal beim Start, aber trotzdem wird man jede Menge Spielereien damit machen können.

Gut. In dieser Datei findet sich nun die Zeile:

theme.wallpaper = themes_path..“default/background.png“

Wenn man sich ein bisschen mit Lua auskennt sieht man, hier wird eine Variable gesetzt. Diese heisst „theme.wallpater“ und ist in Wahrheit ein Table. Das Table heisst „theme“ und das entsprechende Item „wallpaper“. Es wird aber nicht einfach mit einer Zeichenkette gefüllt. Zuerst wird „themes_path“ übergeben.  Darin gespeichert ist der Pfad zu den verfügbaren Themen. Also „/usr/share/awesome/themes/“. Durch die beiden Punkte wird angegeben, dass noch eine Zeichenkette folgt. Diese fügt nun das Verzeichnis „default/“ hinzu und danach das entsprechende Bild. Standardmässig steht dort „background.png“. Ich habe eine andere Datei in das Verzeichnis eingefügt und in dieser Zeile angegeben. Dann sieht es so aus:

theme.wallpaper = themes_path..“default/37815.jpg“

Nachdem awesome neu geladen wurde erscheint auch sofort das angegebene Hintergrundbild. Super, wie ich finde. So will ich es haben!

Damit bin ich mit meiner Einrichtung erst einmal fertig und so sieht das Ergebnis aus:

Was mir jetzt noch fehlt ist ein Applet, um die Helligkeit zu regeln und ich muss mich noch darum kümmern, dass ich die Desktops mit der Tastatur umschalten kann. Keine grossen Sachen, aber bislang habe ich die noch nicht im Griff. Habe mich aber auch noch nicht wirklich damit befasst. Das kommt in einem späteren Artikel.


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